Die Stiftung

Die Stiftung Rosengarten

Die 1978 als Trägerschaft gegründete Stiftung Haus Rosengarten konnte Ende 1979 das seither unter Denkmalschutz stehende Gebäude von der Familie von Ott erwerben und nach ersten Sanierungsmassnahmen 1981 als regionales Kultur- und Begegnungszentrum eröffnen.
Geschichte

Die Gründung der Stiftung
Haus Rosengarten

Die Gründung der Stiftung Haus Rosengarten
Die Stiftung Haus Rosengarten wird 1978 unter 12 Mitstiftern, darunter die Pro Prättigau, der Bündner Heimatschutz und der Verkehrsverein Grüsch gegründet. Zwei Jahre später erfolgt der Kauf des “Rosengartens”, um ihn der Spekulation zu entziehen, der Talschaft zu widmen, ihn einerseits auszubauen und anderseits ein Heimatmuseum, Kulturarchiv, eine Bibliothek, ein Kellertheater unter einem mächtigen Dach zu einem Gesamtkunstwerk zu vereinen. Eine Einzigartigkeit unter mit ihm verwandten Institutionen.

Der Rosengarten im
Wandel der Zeit

Der Rosengarten im Wandel der Zeit
Zweimal im 19. Jahrhundert war das Gebäude Betriebsstätte fürs Verarbeiten von Schafwolle, für welche einheimische Frauen abends arbeiteten. Von ihnen rühren Geschichten von nächtlichen Totenvölkern her. Der Name “Rosengarten” stammt gleichfalls aus dem 19. Jahrhundert, indem eine Schenke unter diesem Namen eingebaut wurde. Als Junkerhaus verfügt es auch über einen (Junker-) Garten, und der Name blieb dem Herrenhause so erhalten. Eine Fassadenrenovation und verschiedene Innenausbauten gehen auf Hans Peter von Ott (geb. 1930) zurück. Die letzten grossen Investitionen von über 1 Million Franken verdanken sich der heutigen Eigentümerin, der Stiftung.

Vom Junkerhaus zum
Rosengarten

Vom Junkerhaus zum Rosengarten
Die von Ott waren mit weiteren führenden Familien verschwägert, wofür die Allianzwappen ob den Türen stehen. Sie sympathisierten mit der spanischen, dann mit der österreichischen Partei. Ihre gehobene Lebensweise, ihr “savoir vivre’” finanzierten sie sich durch Sold, Landesämter und Parteitätigkeit. In dem Gaubünden in gesamteuropäische Konflikte zwischen Habsburg und Bourbon gebeutelt wurde, vermochte eine oberste gesellschaftliche Schicht trotzdem draus zu profitieren. Ist der alte Name Junkerhaus für den Rosengarten wegleitend, bekleiden die von Ott Ämter in der Justiz. Junker sind für diesen Dienst traditionell prädestiniert.

Ehemalige Zollstätteins
Prättigau

Ehemalige Zollstätte ins Prättigau
Kaufmann Peter Hartmann, wohnhaft in Malans, sah die Chance für sein Geschäft gekommen, als die “Kolonialsperre” Kaiser Napoleons wegfiel, welche den Handel mit den Kolonien unterband. Der Kaiser war geschlagen, der Handel blühte auf. Sein Handelshaus begründete die Geschichte Landquarts als Gewerbezentrum. Eine Produktions- und Betriebsstätte von Glaswaren ergänzte es mit einheimischer Produktion.
Das Kauf- und Lagerhaus befindet sich bis heute an der ehemaligen Zollstätte bei der Landquarter Rheinbrücke, auf welche hin die Transporte von Malans her mündeten. Zwei mächtige, bogenförmige Toreinfahrten und Torausfahrten seitlich bezeugen den Handelstransport auf der Strasse, bis die Eisenbahn durchs Rheintal heraufkam, Amazon sich ankündigte.

Bauboom 17. Jahrhundert
in Grüsch

Bauboom 17. Jahrhundert in Grüsch
Jacobus von Ott setzte den Grundstein des “Rosengartens” Mitte 16. Jahrhundert, d.h. früher als die mit dem Herrenhause verwandten Patrizierhäuser, die im Bauboom des 17. Jahrhunderts aus einer Zeit der Stabilität und Prosperität entstanden. Die Geschichte des von Ottschen Hauses beginnt prospektiv. Eine Renovation wird dann Andreas von Ott um 1689 zugeschrieben. Der Balkonanbau mit den Freitreppen und das schmiedeeiserne Balkongeländer geht auf Andreas von Ott (1709-1771) zurück. Er galt als einer der begütertsten Grundbesitzer im Prättigau, ehrte den Namen von Ott, der sich von öd, Besitz herleitet. Söhne des Andreas, Jacobus (1772-1839) und Peter (1778 – 1856) teilten das Doppelhaus.

Die Baugeschichte des
Rosengartens

Die Baugeschichte des Rosengartens
Die Baugeschichte verbindet sich strikt mit dem Geschlecht der von Ott, die von Davos her zuwanderten. Indem sie sich als “Junker” bezeichnen, erbauten sie sich ein “festes Haus”. Es verfügt über keinen Turm und ist den landwirtschaftlichen Bauten näher. Der “Rosengarten” schmiegt sich ins Dorfbild ein, und prägt doch zusammen mit weiteren patrizischen Bauten wie der “Krone”, dem Pfrundhaus und dem Grosshaus dieses mit. Innen finden sich langgezogene Korridore, ein “Rittersaal”, eine getäferte Prunkstube mit Kassettendecke, feingearbeitete Stuck-Medaillons, eine reichgeschnitzte Tür, schmiedeeiserne Gitter, Stuckdecken und -Medaillons und gekachelte Öfen. Einige “Kapitalstücke” wie Betten sind veräussert worden.

Handel und Wandel
im Prättigau

Handel und Wandel im Prättigau
Das vordere Prättigau ist – auch heute – Gewerbezone, die sich anfangs 19. Jahrhundert herauskristallisierte. Die Französische Revolution schuf Handels- und Gewerbefreiheit. Sie ist durch ein Konvolut von Hunderten von Geschäftsbriefen bezeugt, mit denen Prättigauer:Innen bei einem Malanser “Kolonialwarenhändler” Güter des täglichen Bedarfs bestellen. Die selbstversorgende Naturalwirtschaft lief aus. Der Handel entwickelte sich dynamisch. Setzte er mit Liefern von Getreide, begleitet durch Bestellen von Wein und Branntwein ein, stiegen die Ansprüche. Mitte 19. Jahrhundert wird auch Seide aus Flandern bestellt.

Stiftungsrat

Mitglieder:

Hans Sprecher-Bazzell, Präsident und Finanzen
Marcel Conzett-Roffler, Vizepräsident und Gemeindevertreter
Thomi Kessler, Bau
Ingrid Braun, Marketing
Agathe Bühler-Flury, Pro Rätia
Johannes Florin, Kantonale Denkmalpflege
Heini Hagmann, Kulturkommission Region Prättigau-Davos
Christoph Nänni, Präsident Bibliothek Rosengarten Grüsch

Ehrenmitglieder:

Christian Brosi-Janett
Andrea Disch

Verein

Der Verein der Freunde Haus zum Rosengarten wurde 1982 als Förderverein gegründet und zählt heute ca. 350 Mitglieder. Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie die Aktivitäten der Stiftung sowie die bauliche Erhaltung und die finanziell aufwändige Arbeit des Kulturhauses.
Beiträge:

Einzelmitglieder Fr. 20.–
Ehepaare Fr. 30.–
Fördermitglieder Fr. 50.–
Kollektivmitglieder Fr. 100.–

Vorstand:

Beat Hartmann, Präsident
Sarah Davatz, Kassierin
Carsten Jäger, Aktuarin 
Raffaela Gujan, Beisitzerin

Sponsoren

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Kontakt

Kulturhaus Rosengarten
Landstrass 5
7214 Grüsch

+41 (0)81 325 16 82
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