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Prättigauer Geschichten aus dem Kulturarchiv

Quelle: Marietta Kobald, Prättigauer Sagen 1995

Das Prättigau, geistige Heimat des ‘Wildmannli’, hat einen reichen Schatz an Geschichten,
die vom damaligen Kanzleidirektor Georg Fient, nacherzählt wurden, doch auch - um auf
den ‘Rosengarten’ in Grüsch zu kommen - damals unter den dörflichen Frauen, welche
Schafsschurwolle hier im alten ‘Herrenhause’ fürs Häkeln, Stricken, Weben, Filzen …
vorbereiteten. Das Tal zählte einst riesige Schafherden. Geschichten, die im damaligen
‘Rosengarten’ während der abendlichen Arbeit bei schon schummrigem Lichte zu
Gespenstergeschichten wurden, dienten den Frauen im Weitererzählen dazu, dass die Arbeit
nach dem Tagewerk leichter vonstatten ging, mögen u.a. so gelautet haben;


’Drei Bursch sassen bei jeder Gelegenheit jeweils bis spät in die Nacht hinein im Wirtshause
beim Jassen, kamen morgens so jeweils zu spät an die Arbeit. Das gab Ärger. Eines Abends
trat ein nobler Herr mit keckem grünem Hute an den Tisch der Jass- und Saufkumpanen,
erkundigte sich artig, ob er sich zu ihnen zu setzen habe. Die drei willigten ein. Nach einer
Weile erkundigte sich der Gast, ob er mitspielen dürfe. Auch das ward ihm bereitwillig
genehmigt. Die drei angefressnen Jassteufel merkten bald, dass sie gutgetan hatten, ihren
Besucher ins Spiel aufzunehmen. Er spielte miserabel, und so musste er reichlich Wein ihnen
bei jedem verlornen Spiele bezahlen. Das Spielen wurde so hitziger, und so wollte’s der
Zufall einmal, dass der Schaufel Bauer vom Tisch fiel, der eine der Burschen bückte sich, griff
nach der Karte, die neben einem Fusse war, doch erschrocken wich er zurück. Dieser Fuss
war der Tschaggen eines Geissbocks, des Leibhaftigen selbst. Der Jasser sprang auf und
durchs Fenster ins Freie, brach sich ein Bein, der Teufel ihm nach. Das Bein wollte und wollte
überlange nicht zusammenwachsen, und die drei Burschen waren seitdem von ihrem
Jassfieber geheilt.’


Vielleicht, dass die Erzähler dieser Geschichte die Frau eines der drei geheilten Jassteufel war
Wer anders hätte vom Teufelsauftritte gewusst, der sich letztlich als heilsam erwies. Ja, der
liebe Gott ist sich’s nicht zu schade, sich des Teufels zu bedienen, um Spielsucht zu wehren.
Dass sie grassierte, geht aus mannigfachen Dorfspiegeln, Gesetzen hervor, welche sie -
vielfach vergeblich - bestraften.

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7214 Grüsch

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